Partnerschaft für Demokratie
Schöneiche-WoltersdorfGeförderte Projekte
Die Partnerschaft für Demokratie hat bereits diverse Projekte aus dem Aktions- und Initiativenfonds gefördert. Sie können weitere Informationen erhalten, wenn sie auf das Projekt klicken. Bitte beachten Sie, dass die u.g. Projekte des aktuellen Jahres derzeit in der Bearbeitung sind und noch nicht abgerechnet wurden. Deshalb können finale Zahlen, von den hier dargestellten, abweichen.
Projekte 2026
130 Jahre Ortsteil Fichtenau - historische Information und Feier
Ziel des Projektes ist die Durchführung der 130-Jahrfeier vom Ortsteil Fichtenau am 12. und 13.09.26 als partizipatives Begegnungs- und Bildungsformat. Die Veranstaltung wird von ca. 30 ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen unterschiedlicher Hintergründe selbstwirksam organisiert. Da sie über keine Trägerstruktur verfügen, will die Gemeindeverwaltung diese Maßnahme als Direktausgabe tätigen. Die Veranstaltung vermittelt durch Ausstellungen, Vorträge, Zeitzeugenberichte und historische Rundgänge Wissen über die Fichtenauer Geschichte, v.a. der NS und DDR-Zeit. Dabei werden die Folgen von Ausgrenzung, Antisemitismus und Diktatur sowie die Bedeutung demokratischer Werte sichtbar gemacht. Gleichzeitig schafft das Projekt mit einem Sprachcafé gezielt Räume für Austausch und Dialog zwischen Alteingesessenen und neuen Einwohner*innen. Es sollen sich auch ansässige Organisationen und die PfD präsentieren. Das stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Identifikation mit dem Gemeinwesen.
Projektlaufzeit: 25.06.2026 – 30.09.2026
Fördersumme: 1.450 €
Träger: Gemeindeverwaltung Schöneiche (Direktausgabe)
Kontakt zum Antragstellenden: hier über die Website unter „Kontakt“
Galerie der Demokratie im Straßenbahn-Häuschen an der Schleuse
Das bestehende erfolgreiche PfD-Projekt „Zug der Demokratie“ soll im o.g. Projektzeitraum fortgesetzt werden, indem eine Ausstellung im Straßenbahn-Häuschen der Linie 87 an der Schleuse in Woltersdorf realisiert wird.
Es soll einen erneuten Aufruf für Vereine, Kitas und Schulen, Einzelpersonen, die Feuerwehr u. a. Gruppen geben, dass sie Kunstwerke zum Thema Demokratie, Vielfalt und Extremismus einreichen, die dann im Straßenbahnhäuschen ausgestellt werden. Aus den zahlreichen Einsendungen für den Zug der Demokratie im Dezember können ebenfalls noch welche ausgesucht werden.
Es ist auch eine öffentliche Vernissage geplant. Das Straßenbahnhäuschen wird vorher mit einer Gruppe Freiwilliger hergerichtet und die Kunstwerke werden hinter Plexiglasplatten vor Vandalismus geschützt.
Projektlaufzeit: 01.07.2026 – 31.10.2026
Fördersumme: 3.300 €
Träger: Woltersdorfer Verschönerungsverein Kranichsberg e.V.
Kontakt zum Antragstellenden: https://woltersdorferverschoenerungsverein.de/Startseite/
Tag der offenen Kinder und Jugendarbeit am 25.09.26
Ziel des Projektes ist es, am 25.09.2026 eine Veranstaltung zum Tag der offenen Kinder und Jugendarbeit durchzuführen und dabei mindestens 100 Personen zu erreichen. Ziel der Veranstaltung ist es, die Angebote der Kinder- u. Jugendarbeit beider Gemeinden sichtbar zu machen, Zugänge für junge Menschen zu erleichtern und den Austausch zwischen Trägern, Jugendlichen und Öffentlichkeit zu fördern sowie Möglichkeiten der Jugendbeteiligung zu schaffen. Lokale Träger, Initiativen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit erhalten die Möglichkeit, ihre Angebote vorzustellen und mit Jugendlichen sowie interessierten Bürger*innen ins Gespräch zu kommen. Geplant sind unter anderem eine Graffiti-Wand, kreative Angebote, Spiele sowie Quizformate. Diese sollen zur Beteiligung anregen und dazu beitragen, unterschiedliche Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen sichtbar zu machen. Ferner soll es Angebote zur Demokratiebildung geben, sowie über Beteiligungsmöglichkeiten von Jugendlichen aufgeklärt werden.
Projektlaufzeit: 01.07.2026 – 31.10.2026
Fördersumme: 985 €
Träger: DRK-Kreisverband Märkisch-Oder-Havel-Spree e.V.
Kontakt zum Antragstellenden: https://www.drk-mohs.de/
Jugendparty des Jugendbeirates - von Jugendlichen für Jugendliche
jugendbeirat@schoeneiche.de Der Jugendbeirat Schöneiche will eine zweite Party für Jugendliche im September durchführen. Viele Jugendliche in Schöneiche haben wiederholt den Wunsch nach größeren Veranstaltungen und Treffmöglichkeiten geäußert. Dies möchte der Jugendbeirat als gewählte Interessenvertretung aufgreifen und umsetzen. Jugendliche planen und organisieren die Veranstaltung selbst und übernehmen Verantwortung für Programm, Ablauf und Organisation. Dabei erleben sie, dass demokratisches Engagement Wirkung hat und dass Jugendliche demokratische Prozesse aktiv gestalten können und sie Selbstwirksamkeit erleben.
Die Veranstaltung soll ein offenes Angebot für alle Jugendlichen sein. Es soll, ein sicherer Raum zu geschaffen werden, in dem sich alle willkommen fühlen und respektvoll miteinander umgehen können. Gleichzeitig setzt die Jugendparty ein klares Zeichen für Vielfalt, Zusammenhalt und ein friedliches Miteinander. Dies wird wieder durch ein Informationsangebot der PfD sichergestellt.
Projektlaufzeit: 06.05.2026 – 10.09.2026
Fördersumme: 1.500 €
Träger: Jugendbeirat Schöneiche
Kontakt zum Antragstellenden: https://buendnis-schoeneiche.de/
Veranstaltungsreihe zu den internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 in Schöneiche
Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 plant das Bündnis für Demokratie und Toleranz gemeinsam mit der Partnerschaft für Demokratie Schöneiche-Woltersdorf und weiteren zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren eine Veranstaltungsreihe vom 22. bis 29. März 2026.
Den Auftakt bildet am 22. März die Einweihung der „Bank gegen Rassismus“ an der Kapelle Fichtenau. Sie soll ein dauerhaft sichtbares Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung im öffentlichen Raum setzen und wird durch kurze Wortbeiträge sowie einen gemeinsamen Brunch begleitet.
Am 25. März findet eine Fachveranstaltung für Lehrkräfte, Fachkräfte der Jugendarbeit, Verwaltung sowie weitere Interessierte statt. Thematisiert werden diskriminierungssensible Sprache und rassistische Stereotype im Alltag.
Den Abschluss bildet am 27. März das „Fest der Vielfalt“ in der Kulturgießerei Schöneiche mit Mitmachangeboten, Informationsständen und einem Konzert. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, Begegnung zu fördern, für Diskriminierung zu sensibilisieren und ein sichtbares Zeichen für ein demokratisches und vielfältiges Miteinander in der Gemeinde zu setzen.
Projektlaufzeit: 16.02.2026 – 15.04.2026
Fördersumme: 1000 €
Träger: Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. RV Oderland-Spree e.V. für Bündnis für Demokratie und Toleranz
Kontakt zum Antragstellenden: https://buendnis-schoeneiche.de/
Demokratie Workshops
Ziel der zweitägigen Projektveranstaltung im Oktober ist es, die demokratischen Kompetenzen sowie die Medien- und Urteilskompetenz von etwa 15 Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren aus Schöneiche und Woltersdorf zu stärken. Die Teilnehmenden sollen befähigt werden, gesellschaftliche Teilhabe aktiv wahrzunehmen, demokratische Prozesse besser zu verstehen sowie Chancen und Risiken digitaler Technologien reflektiert einzuordnen. Übergeordnet sollen die Projekttage demnach dazu beitragen, das Interesse an demokratischen Prozessen zu fördern, Selbstwirksamkeitserfahrungen zu ermöglichen und die Jugendlichen in ihrer Rolle als aktive Mitglieder einer demokratischen Gesellschaft zu stärken. Die Zielerreichung wird durch Feedbackbögen, Reflexionsrunden sowie eine abschließende Selbsteinschätzung der Teilnehmenden dokumentiert.
Projektlaufzeit: 24.02.2026 – 31.12.2026
Fördersumme: 2.550€
Träger: Politik zum Anfassen e.V. in Kooperation mit Schöneicher Jugendarbeit
Kontakt zum Antragstellenden:https://www.schoeneiche.de/kijuze
Demokratie-Expert:innen - Kinder erklären Kindern die Demokratie
Das Projekt richtet sich an die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen und schließt damit an die ersten Unterrichtseinheiten zum Thema Politik in Gesellschaftswissenschaften der 5. Klassen an.
Ziel ist es, Kinder in einer prägenden Lebensphase für demokratische Grundwerte zu sensibilisieren, ihre aktive Teilhabe zu fördern und sie zugleich im kritischen Umgang mit Medien zu stärken. Schüler:Innen der 6. Klassen haben oft zum ersten mal selbstständig Zugang zu sozialen Medien, Chatrooms und PC-Spielen mit Chatrooms (Roblox…) und entziehen sich zunehmend der elterlichen Kontrolle. Zugleich steigt der Druck in der Schule bezüglich der anstehenden Schulwechsel, was viele Kinder zusätzlich in Stress versetzt und noch offener und vulnerabler gegenüber Falschinformationen und Medienmanipulation macht.
An einem Projekttag arbeiten ein Politikwissenschaftler und ein Medienexperte gemeinsam mit einer Klasse. Zunächst werden die zentralen Prinzipien und Funktionsweisen der Demokratie vermittelt und interaktiv diskutiert. Es folgt eine kurze Ausbildung in Mediengeschichte und Medienkompetenz, verbunden mit spielerischen Lernansätzen. Anschließend vertiefen die Kinder ihr erlangtes Wissen, erarbeiten in Kleingruppen eigene Fragen und Antworten und entwickeln diese zu kurzen Performances in Form einer Pressekonferenz. Mit professioneller Unterstützung trainieren sie den Auftritt vor der Kamera und setzen ihre Szenen filmisch um. Ergänzend wird mindestens ein manipuliertes Fake-Video erstellt, um die Mechanismen von Desinformation und Manipulation sichtbar zu machen.
In einer anschließenden Unterrichtsstunde werden die entstandenen Filme ausgewertet. Dabei stehen die Reflexion über Demokratie, das Erkennen manipulativer Medieninhalte sowie die Förderung von Medienkompetenz im Mittelpunkt. Die Kinder werden so zu aktiven „Expert:innen“, die ihr Wissen selbstbewusst vertreten und in ihre Lebenswelt tragen können.
Projektlaufzeit: 01.03.2026 – 31.12.2026
Fördersumme: 6.258€
Träger: Kulturhaus Alte Schule e.V.
Kontakt zum Antragstellenden:https://www.schoeneiche.de/kijuze
Security und DJ für Party des Jugendbeirates mit Motto zum Valentinstag
Gegenstand des Antrags ist die Finanzierung von Security und DJ für die Party des Jugendbeirates Schöneiche. Diese Kosten können weder vom Veranstaltungsort (Kulturgießerei Schöneiche –Kunst-und Kulturinitiative e. V.) noch vom Jugendbeirat selbst übernommen werden. Eintritts-und Getränkeeinnahmen reichen hierfür nicht aus.
Aufgrund des großen Interesses auch bei Jugendlichen unter 16 Jahren findet die Party bis 21:30 Uhr für die Jüngeren und bis 24:00 Uhr für die über 16-Jährigen statt. Eine verstärkte Security ist erforderlich, da die erste Veranstaltung im März 2025 durch rechtsextreme Jugendliche gestört wurde.
Ein professioneller DJ ist notwendig, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Über ein digitales Tool können Jugendliche Musikwünsche einbringen, während eine „Blacklist“ diskriminierende und undemokratische Inhalte ausschließt. Ergänzend wird ein Awareness-Team eingesetzt, das auch aus geschulten Jugendlichen des Jugendbeirats besteht.
Ziel der Party ist es, ein offenes und sicheres Kulturangebot für Jugendliche zu schaffen –ausdrücklich nicht konsumorientiert. Das Fehlen solcher Angebote wurde von Jugendlichen wiederholt kritisiert. Die Veranstaltung greift diesen Wunsch auf, wird vom Jugendbeirat selbst organisiert und zeigt, dass die Anliegen junger Menschen ernst genommen werden.
Projektlaufzeit: 19.01.2026 – 28.02.2026
Fördersumme: 2.000€
Träger: Jugendbeirat der Gemeinde Schöneiche
Kontakt zum Antragstellenden: jugendbeirat@schoeneiche.de
ideelle Förderung und Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit von Vereinen und Initiativen im Jahr 2026
Die PfD hat im Jahr 2026 abseits der Projektförderung außerdem folgende Aktionen unterstützt:
- Durchführung eines Workshops zum Grundgesetz und eines Filmabends auf dem Sport- und Präventionscamp im Landkreis Oder-Spree (SPLOS)
- Finanzierung des Drucks von Plakaten für das 3. Dance for Democracy
- Finanzierung der Website für den Tag der offenen Gärten
- Übernahme Druckkosten für Schülerprojekt Die Reformschule in Woltersdorf seit 1931
- Übernahme von Öffentlichkeitsarbeitskosten und Kleinmaterial vom Memento-Tag in Schöneiche
- Beteiligung an Kosten für den Flyer vom Musikfest in Schöneiche
- Erstellung von neuen Bannern für den Frühjahrsputz in Schöneiche
Projekte 2025
Vorbemerkung
Dies ist eine Zusammenstellung der eingereichten Projektergebnisse im Rahmen der Verwendungsnachweisführung der einzelnen Projekte des Jahres 2025. Es wurde die Projektbeschreibung und zum Teil auch die Beschreibung der Zielerreichung aus einzelnen Projekten verwendet, wenn diese zusätzliche Informationen enthielt. Dementsprechend handelt es sich ausschließlich um Eigenangeben der Träger aus den Abrechnungen. Diesen konnten man sich im Rahmen der Prüfung der Projekte grundsätzlich anschließen, da die Koordinierungsstelle bei den meisten Projekten anwesend war, bzw. anwesende Dritte den Erfolg bestätigt haben. Das vorher hier genannte Projekt „Cyberkick“ fiel aus, die Mittel sind zurück gegeben worden. Differenzen von Fördersummen und bewilligten Summen sind zurückgezahlt worden.
Die Texte wurden grundsätzlich nicht angepasst, außer wenn manche Projektträger ihren Bericht stichpunktartig verfasst haben. Dann wurden die Stichpunkte mit KI zu einem Fließtext umgewandelt, um die Lesbarkeit zu erhalten. Dies wird im Text kenntlich gemacht. Außerdem wurden gefundene Rechtschreibfehler mit der Word-Korrekturfunktion korrigiert.
Zug der Demokratie
Auf Initiative der AG Ausstellungen vom Kulturhaus Alte Schule entstand die Idee, eine Gemeinschaftsausstellung der ungewöhnlichen Art im Rahmen des Programms „Demokratie leben!“ zu organisieren. Diese Ausstellung wurde in Kooperation der beiden Nachbargemeinden Woltersdorf und Schöneiche in den Straßenbahnen 87 und 88 durchgeführt. Wir nutzen hierbei die Flächen der Innen- und Außenwerbung. Wir verweisen bei der Ausstellung auf die Möglichkeiten, mit diesem Programm eigene neue Demokratie-Projekte zu initiieren, den vielen Bündnispartnern eine Plattform zur Verfügung zu stellen, in der die Werte der Demokratie veranschaulicht werden.
Die Ausschreibung zur Beteiligung an diesem Ausstellungsprojekt wurde in beiden Orten breit veröffentlicht. Es gab von Anfang an großes Interesse aus beiden Gemeinden von Vereinen und Organisationen, Kitas und Schulen, Einzelpersonen und Gruppen, die sich für Demokratie engagieren.
Eingereicht wurden 29 Bewerbungen mit 123 weit über 100 Vorschlägen in Form von Bildern Zeichnungen Fotografien und Texten. Die Koordinatorin Katrin Toptschian hat gemeinsam mit der Grafikerin Stefanie Richter alle Vorschläge aufgenommen und entsprechend bearbeitet, so dass wir für jeden Bewerber einen Vorschlag für die Gestaltung des Straßenbahnzuges beziehungsweise der Haltestellen vorlegen konnten.
Es wurden mit allen Partnern Gespräche zur Abstimmung des Projektes geführt, also mit Vertreter*innen der beiden Gemeinden, der Leitung der Straßenbahn, mit dem Beirat des PfD, und es wurden Verträge LLOYD-Werbung Berlin und kwärbeet werbung abgeschlossen, um den Druck der Werbeposter und die Gestaltung der Straßenbahnen abzuklären.
Die Jury wurde paritätisch mit Vertreterinnen und Vertretern aus beiden Orten besetzt: aus Schöneiche Janek Grahmann, Sebastian Mietzner und Heidi Kasanowski, aus Woltersdorf Doreen Eick; Stephane Leonhard und Katrin Toptschian sowie die Koordinationsstelle des PfD Florian Görner und Friederike Grote. Die Jury hat in 2 Sitzungen die Vorschläge gründlich begutachtet und diskutiert, so dass zum Schluss für beide Straßenbahnen eine entsprechende Auswahl getroffen werden konnte und darüber hinaus Plakatentwürfe für diverse Haltestellen in beiden Orten. Da sich insbesondere die Schulen mit besonders vielen Einzelvorschlägen beteiligt haben, regen wir an, zusätzlich ein Straßenbahn-Häuschen als Ausstellungsort für diese Zeichnungen umzugestalten und daraus eine einjährige Demokratie-Galerie im Freien zu gestalten. Es geht um das Straßenbahn-Häuschen an der Schleuse, welches besonders im Interesse der Öffentlichkeit steht.
Es gab in beiden Orten zum Teil kontroverse Diskussionen in den unterschiedlichen Gruppen, ob es sinnvoll ist, sich an diesem Demokratieprojekt zu beteiligen. Die größten Vorbehalte gab es, sich in irgendeiner Weise politisch festzulegen und zu präsentieren.
Für alle die, die sich zum Teil mit ihren Bildern sehr persönlich geäußert haben, ist es ein deutliches Zeichen, Gesicht zu zeigen für die Demokratie. Dieses Ausstellungsprojekt wird uns in diesem Jahr bei vielen Veranstaltungen begleiten, wenn wir auf den Straßen und Plätzen unterwegs sind, die Straßenbahnen an uns vorbeifahren oder wir in den Straßenbahnen unterwegs sind. Inzwischen ist bereits eine Erweiterung des regionalen Ausstellungsprojektes in der Diskussion, um die Nachbarn in Rüdersdorf einzubeziehen. Die Straßenbahn 88 fährt nicht nur durch Schöneiche, sondern auch durch Rüdersdorf. Wir werden gemeinsam mit den Rüdersdorfern überlegen, ob wir über die Partnerschaft für Demokratie des Landkreises zusätzliche Mittel beantragen können, um weitere Werbeflächen für die Ausstellung zu akquirieren.
Der Zug der Demokratie wird in den beiden Straßenbahnen ein ganzes Jahr lang für das Engagement werben und somit nachhaltige Akzente für die Umsetzung des Programms setzen. Das Projekt ist ein Erfolg, weil sich viele Menschen mit eigenen Ideen bei der Ausstellung beteiligt haben. Die Wahrnehmung der PfD und des Programmes wurde in den beiden Gemeinden deutlich gesteigert, messbar durch höhere Zugriffszahlen auf den Internetseiten.
Projektlaufzeit: 24.11.2025 – 31.12.2025
Fördersumme: 14.876,34€ (bewilligt: 15.125€)
Teilnehmende: 150
Zielerreichungsgrad aus Sicht des Trägers: 80%
Träger: Kulturhaus Alte Schule
Koordination: Kulturhaus Alte Schule und Partnerschaft für Demokratie Schöneiche-Woltersdorf (PfD), zfd@alte-schule-woltersdorf.de
Drei Begegnungsprojekte mit geflüchteten Menschen
KI-Zusammenfassung der stichpunktartigen Projektbeschreibung:
Ziel des Projekts war es, Menschen mit und ohne Fluchtgeschichte miteinander in Kontakt zu bringen und Räume für persönliche Begegnungen zu schaffen. Dafür wurde bewusst ein niedrigschwelliges Programm entwickelt, das auch Menschen anspricht, die bislang nur über geringe Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen. Gemeinsame praktische und kreative Aktivitäten ermöglichten eine Verständigung, die nicht ausschließlich auf Sprache angewiesen war.
Durch die Begegnungsangebote sollten bestehende Vorurteile abgebaut, Gemeinsamkeiten entdeckt und gegenseitiges Verständnis gefördert werden. Auf diese Weise leistete das Projekt einen Beitrag zur Stärkung des friedlichen Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Herkunft in Schöneiche.
Ein Bestandteil des Programms war ein Keramikkurs für Frauen mit und ohne Fluchtgeschichte, der am 12. und 13. Dezember 2025 in der Werkstatt der Kulturgießerei stattfand. Beim gemeinsamen kreativen Arbeiten konnten die Teilnehmerinnen miteinander ins Gespräch kommen, Erfahrungen austauschen und sich in einer ungezwungenen Atmosphäre kennenlernen. Aufgrund der begrenzten Zahl an Plätzen war eine vorherige Anmeldung erforderlich.
Darüber hinaus fand am 6. Dezember 2025 von 11 bis 15 Uhr ein Kochworkshop in der Schülerküche der Storchenschule statt. Eine syrische Hobbyköchin brachte den Teilnehmer*innen die syrische Küche näher und bereitete gemeinsam mit ihnen verschiedene Speisen zu. Das gemeinsame Kochen und Essen bot die Möglichkeit, etwas über kulinarische Traditionen zu erfahren und über kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede ins Gespräch zu kommen. Auch für dieses Angebot war eine vorherige Anmeldung notwendig.
Den Abschluss bildete am 9. Dezember 2025 ab 16:30 Uhr eine gemeinsame Weihnachtsfeier in der Kulturgießerei Schöneiche. Dort werden bereits seit mehreren Jahren Feste und Traditionen unterschiedlicher Religionen und Kulturen aufgegriffen und gemeinsam gefeiert. Die Veranstaltung bot Raum, verschiedene Bräuche kennenzulernen, persönliche Erfahrungen auszutauschen und das gegenseitige Verständnis zu vertiefen. Durch die Verbindung von Begegnung, gemeinsamem Tun und gemeinschaftlichem Feiern konnten neue Kontakte entstehen und das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen Biografien gestärkt werden.
Projektlaufzeit: 6.12.2025 – 31.12.2025
Fördersumme: 1.097,40€ (bewilligt: 1.200€)
Teilnehmende: 89
Zielerreichungsgrad aus Sicht des Trägers: 100%
Träger: Gemeinde Schöneiche (Eigenausgabe)
Sachmittel FLINTA*-Tresen
Im November 2025 fand im Rahmen des monatlich in der Kulturgießerei stattfindenden FLINTA*-Tresens ein Spieleabend für FLINTA*-Personen statt. Es war der zweite Spieleabend. Am ersten Abend brachten die Teilnehmer:innen eigene Spiele mit und bei diesem nun stattgefundenen Spieleabend konnten sie die neu erworbenen Spielen nutzen. Dabei waren Spiele-Klassiker sowie vielen eher unbekannte queer-feministische Spiele, die ideale Gesprächsanlässe und Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit ohnehin präsenten Themen der FLINTA*-Tresen Abende boten. Einige Anwesende waren Stammgästinnen, andere kamen zum ersten Mal dazu. Einige Spiele, die in der großen Runde gespielt werden konnten, brachten die gesamte Gruppe zusammen, andere wiederum boten Anlass sich zu zweit oder in kleineren Gruppen zusammen zu tun und altbekannte oder neue Spiele auszuprobieren. Bei den Anwesenden wurde beobachtet, dass sie sich durch das gemeinsame Spielen kennen lernten, Spaß miteinander hatten, über das Spielen hinaus zusammensaßen und sich angeregt austauschten. Einige anwesende Teilnehmer:innen berichteten von persönlichen Themen und bestärkten sich gegenseitig durch den Austausch von Wissen und Erfahrungen. Diese Momente wurden von den Veranstalter:innen als empowernd empfunden. Auch die Jahresplanung der FLINTA*-Tresen für das Jahr 2026 war aus Sicht der Veranstalter:innen ein voller Erfolg. Einige Anwesende nutzten den Abend, um sich wie gehabt im Rahmen eines Barabends zu treffen, auszutauschen und zu erholen. Andere wiederum tauschten sich über Ideen, Vorschläge und Vorhaben für das kommende Jahr aus. Dabei ging es sowohl um besondere FLINTA*-Tresen Formate, so wie Lesungen oder Workshops. Andererseits wurde besprochen an außerhalb der FLINTA*-Tresen Abende stattfindenden Veranstaltungen, wie z.B. brandenburgischen CSDs, teilzunehmen.
Die Anschaffungen werden als erfolgreich gewertet, da sie dazu beitrugen, dass sich die Besucher:innen des FLINTA*-Tresens wohl fühlten, Spaß hatten und dadurch Erholung, Gemeinschaft und Freude entstanden. Auch die Teilnehmer:innenzahl beider Veranstaltungen spricht dafür, dass es Interesse an den Formaten gab, die durch die Anschaffungen ermöglicht und unterstützt wurden.
Die Anwesenden bewerteten die angeschafften Materialien als positiv und sie äußerten Interesse diese weiterhin zu nutzen.
Auch die Kunst- und Kulturinitiative Schöneiche e.V. kann durch das Zurverfügungstellen der Materialien an andere Nutzer:innen der Räumlichkeiten den positiven Effekt der Anschaffungen verstetigen.
Projektlaufzeit: 10.11.2025 – 31.12.2025
Fördersumme: 379,14 € (bewilligt: 425€)
Teilnehmende: 20
Zielerreichungsgrad aus Sicht des Trägers: 100%
Träger: Kunst- und Kulturinitiative Schöneiche e.V. (für Einzelperson)
Kontakt zum Antragstellenden: https://kulturgiesserei.de/
(Nicht) Alles nur Gerede
KI-Zusammenfassung der stichpunktartigen Projektbeschreibung:
Bei dem Projekt handelt es sich um ein intergenerationelles Dialogformat, das am 10.12. erfolgreich in Woltersdorf durchgeführt wurde.
Zu Beginn des Projekts wurden Vorgespräche mit relevanten Akteurinnen aus der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Seniorinnenarbeit in Woltersdorf geführt. Ziel war es, die inhaltlichen Ziele und den möglichen Ablauf der Veranstaltung zu konkretisieren und geeignete Kooperationspartner*innen für das Vorhaben zu gewinnen.
Für die Ansprache und Begleitung junger Menschen konnten Veronika Schulz von der Jugendsozialarbeit an der Grundschule am Weinberg in Woltersdorf sowie Philip Rauch vom AKIGE Woltersdorf gewonnen werden. Beide unterstützten dabei, junge Menschen für den generationenübergreifenden Austausch zu interessieren und ihnen Mut zur Teilnahme am Dialog zu machen. Sven Gräßer übernahm die Konkretisierung des Veranstaltungskonzepts, die Vor- und Nachbereitung der Treffen mit den beteiligten Akteur*innen, die Durchführung der Veranstaltung sowie die Erstellung des Abschlussberichts und von Empfehlungen für mögliche Folgeveranstaltungen. Radio Woltersdorf stellte die Räumlichkeiten, die technische Ausstattung und die Verpflegung zur Verfügung. Darüber hinaus übernahm das Radioteam die Tonaufzeichnung der Veranstaltung sowie die anschließende Postproduktion, einschließlich Schnitt und Bearbeitung des Materials, um eine gut verständliche und angenehm hörbare Aufnahme zu erstellen.
Methodisch stand der direkte Austausch zwischen Angehörigen unterschiedlicher Generationen im Mittelpunkt. Dafür wurden sogenannte Murmelgruppen eingesetzt, in denen zunächst Gespräche zu zweit und anschließend in Vierergruppen geführt wurden. Ergänzend gab es Möglichkeiten zum informellen Austausch bei Essen und Getränken, je nach Wetterlage an einer Feuertonne oder in den Innenräumen. Teile der Gespräche wurden nach vorheriger Zustimmung der Beteiligten aufgezeichnet.
Die einzelnen Gesprächsrunden dauerten jeweils etwa acht bis zehn Minuten und wurden durch eine Impulsfrage eröffnet. Zu Beginn begrüßte Sven Gräßer die Teilnehmenden, erläuterte das Ziel und den Ablauf der Veranstaltung und stellte die gemeinsamen Gesprächsregeln vor. Zudem wurden die Teilnehmenden über die geplanten Tonaufnahmen und die geltenden Datenschutzregelungen informiert. Zur Unterstützung standen eine Infotafel mit A3-Plakaten, ein Ablaufplan, Klemmbretter mit den jeweiligen Impulsfragen, Stifte sowie Moderationsmaterial für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Bei Bedarf konnte zusätzlich ein Mikrofon eingesetzt werden.
Zum Einstieg ordneten sich die Teilnehmenden selbst einer Generation zu und machten diese Zuordnung durch verschiedenfarbige Klebepunkte für die anderen sichtbar. Der Moderator ergänzte dies durch typische, teilweise humorvolle Zuschreibungen zu den verschiedenen Generationen. Dadurch entstand bereits zu Beginn eine gelöste Atmosphäre, die einen niedrigschwelligen Einstieg in die Gespräche ermöglichte.
Im weiteren Verlauf fanden sich die Teilnehmenden fortlaufend in wechselnden Murmelgruppen zusammen, um sich über insgesamt zehn Impulsfragen auszutauschen. Die Wechsel führten dazu, dass immer wieder neue Absprachen getroffen und neue Gesprächspartner*innen gefunden werden mussten. Dabei wurde geklärt, wer miteinander sprechen wollte, ob einer Tonaufnahme zugestimmt wurde, ob bereits ein gemeinsamer Austausch stattgefunden hatte und welche Personen sich zur nächsten Frage neu zusammenfinden wollten. Dieser Ablauf entwickelte eine hohe Eigendynamik und führte zu einer lebendigen und offenen Gesprächsatmosphäre. Die wesentlichen Ergebnisse der Kleingruppen wurden jeweils schriftlich festgehalten.
Projektlaufzeit: 06.11.2025 – 31.12.2025
Fördersumme: 3.700,00 € (bewilligt: 3.700€)
Teilnehmende: 39
Zielerreichungsgrad aus Sicht des Trägers: 80%
Träger: AWO Kreisverband Fürstenwalde e.V. Ortsverein Woltersdorf
Kontakt zum Antragstellenden: https://awo-fuewa.de/
Zukunft hat Herkunft Ost-West-Salon
KI-Zusammenfassung der stichpunktartigen Projektbeschreibung:
Die Veranstaltung selbst konnte erfolgreich durchgeführt werden. Trotz teilweiser anfänglicher Skepsis oder vorsichtiger Neugier zeigten sich die Teilnehmenden im Verlauf sehr zufrieden. Viele blieben länger als ursprünglich vorgesehen miteinander im Gespräch und gingen nach eigenen Rückmeldungen angeregt und inspiriert nach Hause.
Im Anschluss wurde ein Video zur Dokumentation der Veranstaltung erstellt, das mehrere Korrektur- und Feedbackschleifen durchlief. Fotos und Video wurden anschließend in die Website eingebunden. Die Berichterstattung erfolgte über die eigene Website, den Newsletter und beteiligte Medienpartner.
Zum Projektabschluss wurden die vereinbarten Honorare und Kosten an die beteiligten Dienstleister*innen, Gewerke und Kooperationspartner ausgezahlt. Danach erfolgten die Abrechnung der Fördermittel und die Berichterstattung gegenüber dem Fördergeber. Auch hierbei waren ergänzende telefonische Abstimmungen notwendig, um eine korrekte und vollständige Einreichung sicherzustellen.
Als Ergebnis erhielt das Projektteam zahlreiche positive Rückmeldungen zu seiner professionellen Arbeitsweise. Zugleich konnte das Format des Ost-West-Salons bekannter gemacht und weiterverbreitet werden. Im Rahmen der Veranstaltung und der anschließenden Kommunikation wurden außerdem die Partnerschaft für Demokratie und das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ vorgestellt und weiterempfohlen. Daraus entstanden neue Kontakte, Anmeldungen und Anfragen für zukünftige Termine des Ost-West-Salons.
Unter folgenden Links können unsere Veröffentlichungen und Werbematerialen angeschaut werden:
https://denkraumost.de/ost-west-salon-unser-kulinarisches-austausch-und-redeformat/
https://www.youtube.com/watch?v=SZxtEiwNgXI
Wir werden auf jeden Fall dieses Projekt weiterführen und freuen uns nun sogar ein kleines Video zu haben, mit welchem die Atmosphäre, die Intention unseres Gesprächsinitiative und die Teilnehmenden live erlebbar sind.
Wir haben bereits Nachbargemeinden angesprochen, um ähnliche Projekte mit uns aufzusetzen. Wir denken, dass gegenseitiges Bekanntmachen und bei der Verbreitung von Formaten, Initiativen, Demokratieprojekten und -ideen sehr hilfreich ist.
Zudem empfehlen wir aus unseren Erfahrungen mit anderen Kooperationen eine verpflichtende und zugleich verbindliche Kooperation und Bekanntmachung mit der Gemeinde und dem regionalen Medienblatt.
Projektlaufzeit: 06.11.2025 – 30.11.2025
Fördersumme: 3.317 € (bewilligt: 3.317€)
Teilnehmende: 17
Zielerreichungsgrad aus Sicht des Trägers: 80%
Träger: DenkRaumOst gUG
Kontakt zum Antragstellenden: https://denkraumost.de/
Nein zur digit@len Gewalt
Das Projekt „Nein zur digit@len Gewalr wurde im Förderjahr 2025 im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Schöneiche-Woltersdorf umgesetzt. Die Durchführung erfolgte als schulisches Präventionsangebot in der Region Schöneiche-Woltersdorf am Gymnasium Schöneiche und der Gesamtschule Woltersdorf. Zielgruppe des Projektes waren Schüler*Innen der Primarstufe.Das Projekt wurde als mehrstündiges Workshopformat pro Klasse realisiert. Zu Beginn setzten sich die Schüler“Innen mit ihrer eigenen Mediennutzung auseinander und reflektierten altersgerecht digitale Kommunikationsformen sowie genutzte Endgeräte und Anwendungen. Aufbauend darauf wurden Chancen und Risiken digitaler Medien thematisiert und gemeinsam erste Schutzmöglichkeiten erarbeitet.ln anschließenden Gruppenarbeitsphasen identifizierten die Schüler’Innen typische Gefahren
im Internet, wie Ausgrenzung, Beleidigungen, das Weiterleiten privater lnhalte oder verletzendes Verhalten in Gruppenchats. Ein zentraler Schwerpunkt lag auf digitaler Gewalt und Cybermobbing.
Dabei wurden Begriffe geklärt, unterschiedliche Rollen in Konfliktsituationen herausgearbeitet und reale, altersgerechte Fallbeispiele gemeinsam diskutiert. Durch interaktive Methoden wie moderierte Gesprächsrunden, Rollenspiele und praktische Übungen konnten Perspektivwechsel ermöglicht und konkrete Handlungsoptionen erprobt werden. Die Schüler*Innen lernten, wie sie auf digitale Grenzverletzungen reagieren können und welche Unterstützungsangebote ihnen zur Verfügung stehen.
Die Workshops wurden durch eine externe Fachkraft durchgeführt und durch Lehrkräfte der Schule begleitet. Als Ergebnis des Projektes konnte die Medienkompetenz der Schüler*Innen nachhaltig gestärkt werden. Zudem wurde das Problembewusstsein für digitale Gewalt erhöht und die Handlungssicherheit im Umgang mit digitalen Konfliktsituationen verbessert.
Projektlaufzeit: 01.11.2025 -31.12.2025
Fördersumme: 3.650 € (bewilligt 3.720 €)
Träger: umgedacht e.V.
Kontakt zum Antragstellenden: https://nein-zur-digitalen-gewalt.de/
Demokratie-Expert:innen - Kinder erklären Kindern die Demokratie
Das Projekt „Demokratie-Expert:innen – Kinder erklären Kindern die Demokratie“ bestand aus einem Projekttag in den Räumen des Alte Schule e.V. und einer Unterrichtseinheit in der Schule.
Am Projekttag arbeiteten ein Politikwissenschaftler und ein Medienexperte gemeinsam mit der Klasse 6a der Grundschule am Weinberg. Zunächst wurden die zentralen Prinzipien und Funktionsweisen der Demokratie vermittelt und interaktiv diskutiert. Anschließend vertieften die Kinder ihr Wissen, erarbeiteten in Kleingruppen eigene Fragen und Antworten und entwickelten diese zu kurzen Performances in Form von einer Pressekonferenz. Mit professioneller Unterstützung trainierten sie den Auftritt vor der Kamera und setzten ihre Szenen filmisch um. Ergänzend wurden Sätze aufgenommen aus denen, durch den Medienexperte, ein manipuliertes Fake-Video erstellt wurde, um die Mechanismen von Desinformation und Manipulation sichtbar zu machen. Dieses Video, sowie die Aufnahmen der Pressekonferenz wurden während der Unterrichtszeit angeregt diskutiert und ausgewertet.
Dabei standen die Reflexion über Demokratie, das Erkennen manipulativer Medieninhalte sowie die Förderung von Medienkompetenz im Mittelpunkt. Die Kinder wurden so zu aktiven „Expert:innen“, die ihr Wissen nun selbstbewusst vertreten und in ihre Lebenswelt tragen können.
Das Projekt „Demokratie-Expert:innen – Kinder erklären Kindern die Demokratie“ konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Die Zielsetzungen wurden sowohl aus Sicht der Durchführenden als auch des Kooperationspartners und der beteiligten Klassenlehrerin vollumfänglich erreicht.
Die positive Resonanz innerhalb der Schule führte unmittelbar nach Abschluss des Projekttages zu weiteren Anfragen aus dem Kollegium. Aufgrund der Nachfrage wurde bereits ein Folgeantrag beim PfD eingereicht, um das Format auf alle 6. Klassen in Woltersdorf auszuweiten. Darüber hinaus identifizierten die Projektbeteiligten ein hohes Transferpotenzial für angrenzende Gemeinden.
Die Beobachtungen während des Projekts bestätigen die Dringlichkeit frühzeitiger politischer Bildung. In der 6. Jahrgangsstufe (11–12 Jahre) verfestigen sich erste politische Meinungsbilder. Es wurde jedoch deutlich, dass diese häufig nicht auf einer eigenständigen Auseinandersetzung mit der Welt basieren. Stattdessen dominieren zwei Faktoren die Meinungsbildung: (1) Ungefilterte Übernahme: Die unreflektierte Reproduktion elterlicher Ansichten. (2) Digitale Manipulation: Die Beeinflussung durch Algorithmen und gezielte Desinformation in sozialen Medien.
Besonders besorgniserregend ist die Beobachtung, dass Kinder bereits im Alter von 11 Jahren in ihren privaten digitalen Kanälen Falschaussagen unkritisch weiterverbreiten. Dies unterstreicht den Bedarf an Projekten, die technische Medienkompetenz mit demokratischen Grundwerten verknüpfen.
Projektlaufzeit: 01.12.2025 – 31.12.2025
Fördersumme: 3890,52 € (bewilligt: 3.920€)
Teilnehmende: 27
Zielerreichungsgrad aus Sicht des Trägers: 100%
Träger: Kulturhaus Alte Schule e.V.
Kontakt zum Antragstellenden: https://www.alte-schule-woltersdorf.de/
Ausflug ins Museum mit anschließendem Freizeitangebot
In unserer offenen Kinder- und Jugendarbeit Woltersdorf sehen wir uns derzeit mit einer gesellschaftlich herausfordernden Situation konfrontiert. Einige Kinder und Jugendliche äußern im Zusammenhang mit globalen Krisen wie Krieg, Inflation, sozialer Spaltung und wirtschaftlicher Unsicherheit. Diese Entwicklungen beeinflussen das Sicherheits- und Zugehörigkeitsgefühl der jungen Menschen spürbar.
Im Austausch mit anderen Fachkräften zeigt sich ein Trend von extremistischen Strömungen, welche eine zunehmende Anziehungskraft gegenüber unserer Zielgruppe auslösen. Um dieser Tendenz präventiv zu begegnen, schufen wir ein niedrigschwelliges Bildungs- und Freizeitangebot, dass politische Bildung, emotionale Entlastung und Gemeinschaftserleben miteinander verbinden.
Ziel der Maßnahme war es, Jugendlichen ein Bewusstsein für die Bedeutung von Demokratie, Freiheit und Menschenrechten zu vermitteln und sie für die Gefahren autoritärer Strukturen zu sensibilisieren. Darüber hinaus sollte der Ausflug den Kindern und Jugendlichen helfen, historische und politische Zusammenhänge besser zu verstehen und demokratische Grundwerte schätzen zu lernen. Durch unsere Gesprächsrunde nach dem Museumsbesuch, konnten eigene Ängste, Meinungen und Gedanken offen geäußert werden. Beim Kartfahren wurden Gemeinschaftserfahrungen gemacht, welche Zuversicht und Vertrauen fördern. Der pädagogische Ansatz verfolgte dabei das Ziel, politische Bildung mit erlebnisorientierten Elementen zu kombinieren, um nachhaltiges Lernen und persönliche Reflexion zu ermöglichen.
Der Ausflug begann mit einem Besuch des Stasi-Museums in Berlin, dem ehemaligen Ministerium für Staatssicherheit der DDR. Die Kinder und Jugendlichen erhielten einen Einblick in das Leben in einem Überwachungsstaat. Sie erfuhren, wie die systematische Einschränkung von Grundrechten und die permanente Kontrolle das Alltagsleben der Bevölkerung prägten. Nach dem Museumsbesuch suchten wir uns einen Imbiss, um die Erlebnisse zu reflektieren. In lockerer Atmosphäre entwickelten sich Gespräche über Demokratie, Gerechtigkeit, Zusammenhalt und persönliche Zukunftsängste.
Im Anschluss vom gemeinsamen Imbiss mit offener Gesprächsrunde fand ein freizeitpädagogischer Teil auf einer Kartbahn statt. Dieser Abschnitt hatte bewusst entlastenden Charakter. Durch gemeinsame Aktivität, Teamgeist und Bewegung wurde der emotionalen Intensität des Museumserlebnisses Raum zur Verarbeitung gegeben.
Der Ausflug wurde von den Kindern und Jugendlichen sehr positiv aufgenommen. Messbar war dies, durch geäußerte Wünsche von den Kindern und Jugendlichen weitere Ausflüge mit ähnlicher Thematik zu besuchen. Besonders die Verbindung von politischer Bildung mit gemeinschaftlichem Erleben trug dazu bei, Interesse und Offenheit zu fördern. Die Kombination aus Bildung und Freizeit erwies sich als motivationsfördernd und wirksam, um Reflexionsprozesse zu vertiefen. Das Gruppenerlebnis stärkte das Vertrauen untereinander und schuf eine Basis für ehrliche Gespräche über Sorgen, Ängste und gesellschaftliche Themen.
Aus pädagogischer Sicht zeigte sich deutlich, dass politische Bildung in der Jugendarbeit besonders dann wirksam ist, wenn sie emotional erfahrbar gemacht wird. Der Besuch des Stasi-Museums ermöglichte nicht nur kognitives Lernen, sondern sprach auch Empathie und moralisches Urteilsvermögen an. Die anschließende Freizeitaktivität bot eine wichtige Balance zwischen inhaltlicher Auseinandersetzung und emotionaler Entlastung. In diesem Rahmen konnten die Kinder und Jugendlichen ihre Eindrücke in Gesprächen mit den Fachkräften und untereinander reflektieren. Gerade im informellen Austausch entstanden dabei wertvolle Momente, in denen Einstellungen, Werte und Ängste offener als in formalen Lernkontexten thematisiert wurden.
Der Ausflug „Demokratie mal anders“ erfüllte ihre pädagogischen und bildungspolitischen Zielsetzungen in vollem Umfang. Sie leistete einen wichtigen Beitrag zur Demokratieförderung, zur Stärkung sozialer Kompetenzen sowie zur Prävention extremistischer Tendenzen. Die Fachkräfte bewerten die Maßnahme als nachhaltig wirksam, da sie Jugendlichen verdeutlichte, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist, sondern durch gegenseitigen Respekt, Beteiligung und Solidarität gelebt werden muss. Aufgrund der positiven Resonanz und der hohen pädagogischen Wirksamkeit ist geplant, vergleichbare Bildungsangebote regelmäßig in das Jahresprogramm der Jugendarbeit zu integrieren und dabei weitere politische Lernorte in Brandenburg und Berlin einzubeziehen.
Projektlaufzeit: 08.10.2025 – 31.10.2025
Fördersumme: 800,00 € (bewilligt: 800€)
Teilnehmende: 20
Zielerreichungsgrad aus Sicht des Trägers: 100%
Träger: DRK-Kreisverband Märkisch-Oder-Havel-Spree e.V.
Kontakt zum Antragstellenden: https://www.drk-mohs.de/
Schüler*innenhaushalt
Im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2025 wurde an der Grundschule am Weinberg ein partizipativer Schüler*innen-Haushalt umgesetzt. Ziel des Projekts war es, Kindern demokratische Entscheidungsprozesse erlebbar zu machen und ihnen echte Mitbestimmung bei der Verwendung eines bereitgestellten Budgets zu ermöglichen. Zum Auftakt stellte die AKiGE-Fachkraft das Projekt in der Schülerkonferenz vor. Die Kinder erhielten eine altersgerechte Einführung in Zielsetzung und Ablauf. Über einfache Informationsmaterialien und mit Unterstützung der Klassensprecher*innen wurden alle Klassen einbezogen und zur Beteiligung eingeladen. Jede Klasse erhielt den Auftrag, eigene Ideen für Verbesserungen im Schulalltag zu entwickeln. In den folgenden zwei Wochen sammelten und diskutierten die Klassen ihre Vorschläge. Die Kinder setzten sich damit auseinander, welche Bedürfnisse an der Schule bestehen und welche Ideen möglichst vielen Schülerinnen und Schülern zugutekommen könnten. Anschließend wählten die Klassen ein bis drei favorisierte Vorschläge aus und reichten diese zur weiteren Bearbeitung ein. In der Schülerkonferenz wurden alle eingegangenen Ideen vorgestellt und anhand klarer Kriterien geprüft: Nutzen für die Schulgemeinschaft, finanzielle Realisierbarkeit sowie bauliche oder rechtliche Umsetzbarkeit. In Abstimmung mit der Schulleitung und dem Schulträger entstand eine Auswahl von drei bis fünf machbaren Projekten, die der gesamten Schülerschaft zur Wahl gestellt wurden. Zur Vorbereitung der Wahl gestalteten die Klassensprecher*innen Präsentationen und Plakate, mit denen sie die Vorschläge in ihren Klassen vorstellten. In der anschließenden Abstimmungswoche erhielt jedes Kind eine Stimme. Die Wahl wurde transparent durchgeführt und von der Schülerkonferenz unter Begleitung der AKiGE-Fachkraft ausgezählt. Das Ergebnis wurde zeitnah bekanntgegeben. Nach der Wahl wurde ein Projektteam gebildet, das die Umsetzung der Gewinneridee vorbereitete und begleitete. Je nach Art des ausgewählten Projekts umfasste dies die Auswahl und Beschaffung von Materialien, Abstimmungen mit der Schulleitung sowie praktische Umsetzungsschritte bis hin zur Fertigstellung. Die Realisierung erfolgte bis Mitte Dezember, sodass die Kinder die Veränderung an ihrer Schule noch im gleichen Jahr sichtbar erleben konnten. Ergebnisse: Durch das Projekt wurden alle Klassen aktiv beteiligt, wodurch ein breites demokratisches Verständnis gefördert wurde. Die Kinder durchliefen einen vollständigen Beteiligungsprozess, von der Ideenentwicklung über die Wahl bis zur sichtbaren Umsetzung. Die Klassensprecher*innen entwickelten Verantwortungsbewusstsein und Entscheidungsfähigkeit, während alle Schülerinnen und Schüler Selbstwirksamkeit erfuhren, indem ihre Entscheidungen zu konkreten Veränderungen führten. Das Projekt stärkte darüber hinaus die Kooperation zwischen AKiGE-Fachkraft, Schulleitung, Lehrkräften und Schülerkonferenz und trug nachhaltig zur demokratischen Schulkultur der Schule bei.
Die Ziele des Projekts die Stärkung demokratischer Beteiligung sowie der Aushandlungs und Entscheidungsfähigkeit der Kinder konnten in hohem Maße erreicht werden. Zentrale Erfolgsindikatoren aus dem Antrag waren die aktive Beteiligung aller Klassen die Anzahl eingereichter Vorschläge sowie demokratische Abstimmungsprozesse. Alle Klassen entwickelten eigene Ideen diskutierten diese und stimmten darüber ab. Die Vielzahl der eingereichten Wunschzettel belegt eine breite Beteiligung der Zielgruppe.
Die Klassensprecherinnen vertraten die abgestimmten Vorschläge in der Schülerkonferenz und wählten daraus vier umsetzbare Gewinnerideen aus. Dadurch wurden demokratische Verfahren praktisch erlebt und angewendet.
Die Zielerreichung wurde anhand von Wunschzetteln Klassenabstimmungen Stimmzetteln der Schülerkonferenz Teilnehmerlisten sowie einer bildlichen Dokumentation überprüft.
Projektlaufzeit: 08.10.2025 – 31.12.2025
Fördersumme: 5.000 € (bewilligt: 5.000€)
Teilnehmende: 516
Zielerreichungsgrad aus Sicht des Trägers: 80%
Träger: DRK-Kreisverband Märkisch-Oder-Havel-Spree e.V.
Kontakt zum Antragstellenden: https://www.drk-mohs.de/
Bewegte Pause
Die Bewegte Pause wurde an der Grundschule am Weinberg in Woltersdorf als partizipatives Schulprojekt umgesetzt, um Kindern echte Mitbestimmung im Schulalltag zu ermöglichen und Bewegung, Musik und Gemeinschaft miteinander zu verbinden. Kinder verbringen einen großen Teil ihres Tages in der Schule. Damit sie diesen Ort nicht nur als Lern-, sondern auch als Lebensraum erleben, müssen sie ihn aktiv mitgestalten dürfen. Das Projekt setzt genau hier an: Schülerinnen und Schüler gestalten die Pausenmusik selbst, erleben demokratische Entscheidungsprozesse und übernehmen Verantwortung für ihre Schulgemeinschaft.
Ziel des Projekts war es, Demokratiekompetenz, Teamgeist und Selbstwirksamkeit zu fördern. Kinder sollten erfahren, dass ihre Meinung zählt und sie durch eigenes Handeln etwas bewirken können. Dabei standen Partizipation, gemeinschaftliches Erleben und Freude im Mittelpunkt. Sie entschieden selbst über Inhalte und Ablauf der Pausenmusik, lernten demokratische Prozesse kennen und stärkten gleichzeitig das Gemeinschaftsgefühl. Gemeinsames Tanzen, Musikhören und Bewegen förderte soziale Kontakte, Rücksichtnahme und gegenseitige Wertschätzung.
Über einen schulinternen Flyer wurden alle Kinder der Jahrgangsstufen 4 bis 6 eingeladen, sich an der Gestaltung der Bewegten Pause zu beteiligen. Die Klassensprecherinnen und Klassensprecher sammelten Musikwünsche aus ihren Klassen und stellten daraus eine Playlist von etwa 20 Minuten zusammen. Diese wurde jeweils bis Mittwoch bei der AKiGE-Fachkraft Philip Rauch abgegeben. Jede Klasse erhielt einen festen Termin, an dem ihre Musik in der ersten Hofpause gespielt wurde. Der Projektzeitraum reichte von September bis Dezember 2025, mit wöchentlichen Terminen jeweils freitags.
An jedem Freitag lief die Playlist einer anderen Klasse auf dem Schulhof. Dabei konnten die Kinder tanzen, sich frei bewegen oder die Musik einfach genießen. So entstand ein lebendiger Begegnungsraum, der Vielfalt, Kreativität und gemeinschaftliches Handeln förderte. Die AKiGE-Fachkraft koordinierte das Projekt, unterstützte bei der technischen Umsetzung und sorgte für eine faire Organisation. Lehrkräfte und Schulleitung begleiteten das Projekt unterstützend und stärkten die Einbindung in den Schulalltag.
Das Projekt wurde von der gesamten Schulgemeinschaft sehr positiv aufgenommen. Die Kinder fühlten sich ernst genommen und konnten ihre Ideen sichtbar umsetzen. Besonders die Rolle der Klassensprecherinnen und Klassensprecher stärkte das Verantwortungsbewusstsein und die demokratische Kultur in den Klassen. Die Bewegte Pause führte zu einem spürbar stärkeren Gemeinschaftsgefühl und machte demokratische Prozesse für Kinder konkret erlebbar. Sie erfuhren Selbstwirksamkeit, da ihre eigenen Ideen unmittelbar umgesetzt wurden, und erlebten die Pausenzeit als Ort des Miteinanders, der Freude und der Beteiligung. Musik und Bewegung trugen zusätzlich zu einem positiven Schulklima bei und förderten das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler.
Die Bewegte Pause macht Demokratie im Schulalltag erlebbar. Kinder erfahren Mitsprache und Verantwortung unmittelbar und mit Freude. Das Projekt stärkt Gemeinschaft, Selbstwirksamkeit und Beteiligungskultur und soll aufgrund der positiven Resonanz dauerhaft im Schulalltag verankert werden.
Die Ziele des Projekts „Bewegte Pause“ – Förderung von Partizipation, Demokratiekompetenz, Gemeinschaft und Selbstwirksamkeit – konnten erreicht werden. Als Erfolgsindikatoren galten die aktive Beteiligung der Kinder an der Musikauswahl, die regelmäßige Durchführung der Klassen-Playlists sowie die sichtbare Nutzung des Angebots in den Pausen. Diese Indikatoren wurden erfüllt: Alle beteiligten Klassen reichten Playlists ein, die Pausen wurden regelmäßig genutzt und die Kinder nahmen aktiv am Bewegungs- und Musikangebot teil. Die hohe Beteiligung der Klassensprecherinnen und Klassensprecher zeigt die Übernahme von Verantwortung und das Erleben demokratischer Prozesse. Rückmeldungen von Lehrkräften, strukturierte Beobachtungen der AKiGE-Fachkraft sowie die Bestätigung durch die Schulleitung belegen eine positive Stimmung, mehr Miteinander und weniger Konflikte während der Pausen. Die Zielerreichung wurde anhand von Playlists und Feedback überprüft.
Projektlaufzeit: 08.10.2025 – 31.12.2025
Fördersumme: 710,25 € (bewilligt: 700€)
Teilnehmende: 516
Zielerreichungsgrad aus Sicht des Trägers: 100%
Träger: DRK-Kreisverband Märkisch-Oder-Havel-Spree e.V.
Kontakt zum Antragstellenden: https://www.drk-mohs.de/
Demokratie vor Ort in Schöneiche und Woltersdorf
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe wurden im Zeitraum November bis Dezember 2025 drei Veranstaltungen umgesetzt, die der politischen Bildung, dem demokratischen Austausch sowie der Stärkung der Bündnisarbeit dienten.
Den Auftakt bildete am 26.11.2025 ein öffentliches Filmscreening der Dokumentation „Soldaten des Lichts“. Der Film thematisiert die Verbindungen von esoterischen Milieus zu Reichsbürger-Ideologien und verschwörungsideologischen Weltbildern. Ziel der Veranstaltung war es, problematische Radikalisierungsdynamiken sichtbar zu machen und zur kritischen Auseinandersetzung mit demokratiefeindlichen Narrativen anzuregen. Lieder konnte das Filmscreening am 26.11. so nicht stattfinden, weil es technische Schwierigkeiten gab. Diese wurden vom Veranstaltungsort ausgeräumt und wir konnten ohne Zusatzkosten ein Ersatztermin am 4.2.26 veranstalten.
Am 03.12.2025 fand der Jahresausklang des PfD-Bündnisses statt. In diesem Rahmen wurden die Aktivitäten des zurückliegenden Jahres gemeinsam ausgewertet und reflektiert sowie ein Ausblick auf das kommende Jahr 2026 gewagt. Darüber hinaus wurden erste Leitlinien und inhaltliche Schwerpunkte für zukünftige Förderkriterien diskutiert und vorbereitet und nicht zuletzt auch das Logo der PfD abgestimmt. Die Veranstaltung diente damit sowohl der Qualitätssicherung als auch der strategischen Weiterentwicklung der Partnerschaft für Demokratie. Es gab ferner eine Vernetzung mit der jungen Gemeinde, die im gleichen Gebäude (Kapelle Fichtenau) ihren Treffpunkt betreibt und dort auch ein Weihnachtssingen vor dem Jahresausklang durchgeführt hat.
Den Abschluss der Reihe bildete am 10.12.2025 die erste Ausgabe des Dialogformats „Sprechen & Zuhören“ in Kooperation mit dem Verein „Mehr Demokratie e.V.“ In vorweihnachtlicher Atmosphäre kamen Teilnehmende miteinander ins Gespräch darüber, wie sie Demokratie und gesellschaftliches Miteinander aktuell erleben. Im Mittelpunkt stand das gegenseitige Zuhören, das Sichtbarmachen unterschiedlicher Perspektiven sowie die Förderung einer respektvollen Gesprächskultur. Insgesamt trug die Veranstaltungsreihe dazu bei, politische Bildung, Reflexion und Dialog miteinander zu verbinden, demokratische Kompetenzen zu stärken und den Zusammenhalt innerhalb des Bündnisses sowie in der lokalen Öffentlichkeit zu fördern.
Die Veranstaltungsreihe konnte nicht so umgesetzt werden wie geplant. Unser Hauptproblem war, dass das Jahr sehr weit vorangeschritten war und viele Angebote für Qualifizierungsmaßnahmen bis zum Ende des Jahres ausgelastet und nicht mehr buchbar waren. (Wir haben bspw. bei den Naturfreunden angefragt.) Jene, die verfügbar waren, wären aber zu teuer für die Honorarregelungen des Bundesprogrammes (Gegenargument). Es gab zudem Schwierigkeiten mit der passenden Bewerbung, da wir neu im Fördergebiet sind, gab es wenig Wissen über Kommunikationswege und Regeln beim Plakatieren. Dieses Wissen konnten wir uns aber dank der Veranstaltungsreihe auch aufbauen. Auch erwähnenswert ist, dass das Filmscreening am 26.11. so nicht stattfinden konnte, weil es technische Schwierigkeiten gab. Diese wurden vom Veranstaltungsort ausgeräumt und wir konnten ohne Zusatzkosten ein Ersatztermin am 4.2.26 veranstalten. Bedauerlich ist auch, dass es keine Veranstaltungen in Woltersdorf gab.
Projektlaufzeit: 13.10.2025 – 31.12.2025
Fördersumme: 1.543,74 € (bewilligt: 4.160€)
Teilnehmende: 44
Zielerreichungsgrad aus Sicht des Trägers: 60%
Träger: Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. RV Oderland-Spree e.V.
Kontakt zum Antragstellenden: https://www.johanniter.de/juh/lv-bb/rv-oderland-spree/
Studio I / Woltersdorf
Das Projekt »Studio I — Please do disturb« ist ein Angebot des Woltersdorf Kabinett e.V. der (u.a.) das Community-Radio »Radio Woltersdorf« verantwortet. Die Idee: einen offenen Treffpunkt für Medienarbeit, Kultur und demokratische Teilhabe zu schaffen. Bürger*innen konnten unabhängig von Vorkenntnissen eigene Radiosendungen und Podcasts gestalten, an Workshops teilnehmen und so Medienkompetenz erwerben. Das
Studio ist zugleich Sendestandort, Begegnungsort und Lernraum, in dem Vielfalt hörbar gemacht und demokratische Öffentlichkeit gestärkt wird. Bestehende Formate wurden weiterentwickelt, neue Themen wie Nachbarschaft, Integration oder Umwelt ergänzt.
Einige im ersten Projektzeitraum begonnene Projekte werden weitergeführt, z.B. die »Hörbar«, die Geschichts-Arbeitsgruppe (Podcast) aus Mitgliedern des Verschönerungsvereins und Schülerinnen aus Woltersdorf und das Radioprojekt mit Renata Kaminska. Die Praxis eines offenen, niedrigschwelligen Zugangs zu Themen wie Audioproduktion/Radio wird weitergeführt – die ausgesprochene Einladung zum Austausch bleibt bestehen und wir freuen uns auf neue Impulse.
Im Folgenden die eingereichte Liste der Termine und Inhalte per KI zusammengefasst:
Zwischen September und Dezember 2025 fanden im Rahmen des offenen Radiostudios regelmäßig Treffen, Gesprächsrunden, Aufzeichnungen und öffentliche Radioformate statt. Den Auftakt bildete Anfang September ein Kennenlerntreffen mit Interessierten, bei dem mögliche Themen wie Nachbarschaft, Ortsgeschichte und Zeitzeuginnengespräche gesammelt wurden. In den folgenden Wochen beteiligte sich das Projekt an mehreren Ausgaben des Frühstücksradios „Radio Industry“. Dabei entstanden sowohl vor dem Studio als auch während der Livesendungen Gespräche mit Gästen und Besucherinnen.
In einer weiteren Gesprächsrunde wurden Strategien Freier Radios und die Perspektiven einer Verbreitung über DAB+ diskutiert. Gleichzeitig begann gemeinsam mit Jo Wilk die Planung eines Schulpodcasts der FAWZ Woltersdorf. Im Oktober wurden erste Gespräche mit dem Schulteam aufgezeichnet und weitere Interessierte im Rahmen offener Beratungs- und Kaffeerunden einbezogen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Vernetzung lokaler Akteur*innen. Gemeinsam mit Katrin Toptschian und ihren Kolleginnen wurde die „Hörbar“ vorbereitet, ein Radiotreffen mit Bar, bei dem regionale Radioformate und lokale Themen vorgestellt werden sollten. Jacob Stoy informierte Interessierte vor Ort und über Zoom über zeitgemäße Webseitenkonzepte für Vereine im Zusammenspiel mit sozialen Medien. Stephane Leonard stellte offene Kunstprojekte in Woltersdorf vor und warb für die Entwicklung von Kunst- und Demokratieprojekten an den örtlichen Schulen. Darüber hinaus wurden Soundexperimente durchgeführt und das Projekt „Stream of Unconsciousness“ in der Schau Fenster Galerie besucht.
Im November standen die Folgen geplanter Kürzungen im Kultur- und Bildungsbereich für lokale Träger sowie Fragen zur Laufzeit und zum Budget der Partnerschaft für Demokratie im Jahr 2026 im Mittelpunkt. Teile der Gespräche wurden aufgezeichnet. Gemeinsam mit Renate Kaminska wurde zudem ein Radioprojekt mit historischem Rundfunkmaterial von Thomas Mann und Janusz Korczak vorbereitet. Das Projekt soll sich mit Warnungen vor dem aufkommenden Nationalsozialismus in Deutschland in den 1930er-Jahren beschäftigen.
Zum Jahresende wurden Gespräche mit Woltersdorferinnen zur Ortsgeschichte sowie eine gemeinsame Jahresabschlussveranstaltung an der Schleuse vorbereitet und ein weiterer Podcast aufgezeichnet. Außerdem fand ein Treffen mit Interessierten aus dem Woltersdorfer Verschönerungsverein statt. Dabei wurde ein Podcast mit Abiturientinnen der FAWZ Woltersdorf geplant, deren Schulprojekt „Wie rechts war Woltersdorf?“ im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ausgezeichnet worden war.
Zwei der geplanten Termine konnten nicht wie vorgesehen stattfinden: Ein Treffen im November fiel krankheitsbedingt aus, ein weiterer Termin im Dezember wurde aufgrund eines Projekts des Radioteams in London verschoben.
Projektlaufzeit: 01.09.2025 – 31.12.2025
Fördersumme: 6.016 € (bewilligt: 6.200€)
Träger: Woltersdorfer Kabinett e.V.
Teilnehmende: 129 plus Radiohörende
Zielerreichungsgrad aus Sicht des Trägers: 100%
Kontakt zum Antragstellenden: https://www.woltersdorfer-kabinett.de
Kein Spiel
In der Projektzeit wurde mit Unterstützung von 3 Fördermittelgebern das Konzept für „KEIN SPIEL“ entwickelt. Dank der Förderung der PfD Schöneiche konnten im Förderjahr die Grafiklinien der Filme und Spielelemente geplant und ausgearbeitet werden. Ebenso wurde damit die Unterstützung einer Kuratorin ermöglicht. Diese stellte die Überwachung der gesamten beteiligten Honorarkräfte und in enger Rückkoppelung mit der Projektleitung den Blick auf die in der Jugendgeschichtsarbeit notwendige Multiperspektivität, Kontroversität und Pluralität sicher. Dies verschaffte der Projektleitung die Möglichkeit, den Blick nicht nur auf das geschichtliche Wissen, sondern vor allem auf die im Spiel angedachten Elemente des Sozialen Lernens zu lenken. So wird KEIN SPIEL, dessen Texte, die Grafiklinie und die Filme im Förderjahr 2025 entwickelt wurde, ein serious game der Jugendgeschichtsarbeit in Verbindung mit Sozialem Lernen. Am Beispiel einer Freundschaft drei junger Frauen unterschiedlicher Biographien und Hintergründe in einer Kleinstadt nahe Berlin entwickeln und zeigen sich die unterschiedlichen Lebensbedingungen (junger) Menschen und ihren Familien in der NS-Zeit. Das Konzept ist nah an den Lebenswelten heutiger junger Menschen geplant, und orientiert sich an ihren Bedürfnissen, Interessen und Erfahrungen. Neben der Vermittlung geschichtlichen Wissens, verpackt in Teilen als „escape game“ und mit vielen praktischen Elementen (z.B. das Sortieren „verbotener“ Bücher), müssen die spielende Teams der Jugendlichen Spiel immer wieder miteinander interagieren. Um weiter zu kommen, müssen sie miteinander, kooperieren und ihr jeweils erworbenes Wissen austauschen. Denn nur gemeinsam kann das Ziel erreicht werden. KEIN SPIEL ist also relevant für das soziale als auch für das geschichtliche Lernen. KEIN SPIEL kann nach seiner Fertigstellung sowohl in der schulischen als auch in der außerschulischen Jugendbildung eingesetzt werden. „KEIN SPIEL!“ ist für einen Einsatz ab der 8. Klasse gedacht, also zu einem Zeitpunkt, wenn die NS-Zeit regulär im Unterricht thematisiert wird. Die Geschichte der drei jungen Frauen und ihrer Familien mit unterschiedlichen Biographien spielt in einer Kleinstadt nahe Berlin. Die ins serious game eingeflossenen Erlebnisse dieser Personen auf der Basis von Ereignissen in Fürstenwalde sind orientiert an Ereignissen und markanten Daten während des NS – wie z.B. die Bücherverbrennung – und sind dadurch übertragbar auf erzählte Geschichten an anderen Orten im Großraum Berlin-Brandenburg zurzeit des NS. Und demzufolge auch in verschiedenen Orten in Brandenburg einsetzbar – was angestrebt wird. Das Spiel wird nach Fertigstellung sowohl haptische, als auch digitale Elemente enthalten. Durch die Förderung konnte eine Gesamt-Kuration von KEIN SPIEL sichergestellt werden. Dadurch war eine Rahmung des Projekts mit der Möglichkeit auf zusätzlichen Kontext, weiterer Vermittlungen sowie Erklärungen möglich.
Projektlaufzeit: 01.09.2025 – 31.12.2025
Fördersumme: 10.000€ (bewilligt: 10.000€)
Teilnehmende: 0 (da es sich um interne Arbeiten handelte)
Zielerreichungsgrad aus Sicht des Trägers: 100%
Träger: Arbeitsstelle für Ev. Jugendarbeit im Kirchenkreis Oderland-Spree
Kontakt zum Antragstellenden: https://www.kirche-oderland-spree.de/kinder-und-jugend
ideelle Förderung und Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit von Vereinen und Initiativen im Jahr 2025
Die PfD hat im Jahr 2026 abseits der Projektförderung außerdem folgende Aktionen unterstützt:
- Durchführung einer öffentlichkeitswirksamen Aktion zum Tag der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Woltersdorf
- Hilfe bei der Öffentlichkeitsarbeit und Übernahme einzelner Kosten aus den Sachkosten der Koordinierungsstelle für die Veranstaltung „Dance for Democracy“
- Infostand und Durchführung eines Menschenrechte-Quiz auf dem Sport- und Präventionscamp im Landkreis Oder-Spree (SPLOS)
- Übernahme der Kosten für die Moderation eines Treffens des Schöneicher Bündnis für Demokratie und Toleranz aus den Sachkosten der Koordinierungsstelle




